Waltroper Stadtmaler

Das Projekt „Waltroper Stadtmaler“ ist seit 1994 ein von Michael Ogiermann entwickeltes Kunst -und Schul kunstprojekt, das es sich zum Ziel gemacht hat, Künstler aus der ganzen Welt mit Waltroper Schülern und Bürgern in einen gemeinsamen Kommunikations- und Produktionsprozess zum Thema Kunst und Waltrop zu bringen. Dieses Projekt wird von der Gesamtschule und der Waltrop Akademie gemeinsam mit wechselnden Künstlern und Partnern organisiert. Informationen über das jeweils aktuelle Projekt finden Sie auf den Netzpräsenzen unserer Schule.

Wer sich ausführlich über Geschichte und  Inhalt  des Projekts informieren möchte kann dies hier tun.

http://www.stadtmaler.eu/ALT_index.htm

Yael Erlich Morag ist die Stadtmalerin 2017/18

Mit der aktuellen Stadtmalerin aus Israel Yael Erlich Morag  erhält das Stadtmalerprojekt inhaltlich und strukturell eine Veränderung. Keine bildende Künstlerin, vielmehr eine Vertreterin der darstellenden Kunst, eine Puppenspielerin und Holzschnitzerin aus Haifa wird in den beiden Jahren das Projekt gestalten. Yael gründete und leitet dort eines von zwei Puppentheatern, die es in Israel gibt – das „Bait 9“. Dieses Theater ist der Künstlerin kreativer Ort des Figurenbaus und der Ideenfindung für Stücke und Workshops. Gleichzeitig bietet sie mit ihrem Theater eine Heimat für Puppenspieler -und bauer aus aller Welt. Die dort produzierten Stücke ermöglichen dem Publikum ein innovatives Theatererlebnis mit reicher visueller Sprache und Kommunikationsangeboten.
Getreu dem Stadtmalergedanken, dass der verpflichtete Künstler einen Besuch macht, um den Anstoß für das Projekt zu geben, und dann noch einen weiteren  Besuch für die Abschlusspräsentation plant, wird Yael Erlich Morag zweimal in Waltrop erwartet: nach den Herbstferien 2017 und noch einmal im Jahr 2018.

Projekt zwischen Haifa und Waltrop ist auf mehrere Jahre angelegt

Viele Generationen von Schülern haben den Osterspaziergang aus Goethes Faust bereits auswendig gelernt. Die Schülerinnen des Theaterkurses der Gesamtschule Waltrop haben gemeinsam mit der israelischen Künstlerin und Theatermacherin Yael Erlich Morag und den deutschen Künstlern und Lehrern Anja Souissi und Michael Ogiermann die klassische Textvorlage als Anlass genommen und entwickeln eine vielschichtigen Performance, die Goethes „Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein!“ durchaus mit einem Fragezeichen versieht.

Im Rahmen des renommierten Waltroper Stadtmaler Projekts treffen Schüler der Waltroper Gesamtschule auf die jüdische Künstlerin, welche in Haifa das Puppentheater Baith 9 leitet.
Seit Frühjahr 2017 stehen beide Seiten in einem digitalen und analogen Dialog und entwickeln diese Performance Stück für Stück weiter. Durch diesen Arbeits – und Kommunikationsprozess treffen unterschiedliche Denk- und Arbeitsweisen, kulturelle und religiöse Wurzeln sowie geschichtliche und realpolitische Sachverhalte aufeinander.

Die Ideen für dieses Projekt entstand im Frühjahr in Israel, als Anja Souissi und Michael Ogiermann zum Theaterfestival in Haifa weilten und mit Yael Erlich zusammentrafen. Erste Fragmente dieser bemerkenswerten Gemeinschaftsproduktion wurden bereits zu 1. Waltroper Theatertag im Juni 2017 einem großen Publikum vorgestellt. Im November 2017 kam Yael Erlich Morag dann nach Waltrop arbeitete für 3 Wochen in ihrem Atelier in der Schiffshebewerkerstadt. Dabei wurden weitere Teile und Ideen für die Performance „vomeise BEFREIT“ entwickelt. Eine Atelierausstellung und ein Workshop in der VHS Waltrop gehörten ebenfalls zum Arbeitspensum.

Hauptarbeit ist jedoch die weitere Entwicklung des Theaterstücks. Nach Yael Besuch in Waltrop wurde im Rahmen des DG Unterrichts und in der Theatergruppe des 8. Jahrgangs weitere Teile der Performance entwickelt. Dazu gehören Menschen, Filme und Puppen sowie weitere Szenen des Stücks. Der zweite Teil des Stücks „vomeise BEFREIT“, der sich mit der Verführbarkeit des Menschen beschäftigt, wurde im Juni 2018 zum 2. Waltroper Theatertag einem breiteren Publikum vorgestellt und mit viel Lob versehen.
Ziel dieses ambitionierte Gemeinschaftsprojekt ist es jedoch alle Komponenten zu einer Gesamtperformance zusammenzuführen. Dafür braucht es Zeit, Geld und den ungebrochenen Willen aller Akteure, diese deutsch israelische Koproduktion fortzuführen. Dazu gehört auch eine Premiere in Waltrop und in Haifa.