Schulpartnerschaft mit Rubale (Tansania)

Seit mehr als 20 Jahren besteht die Partnerschaft der Gesamtschule Waltrop mit der Secondary School Rubale in Tansania. Gemäß dem Motto „Begegnung braucht Beine“ wird alle zwei Jahre eine Reise organisiert. Entweder reisen Schüler und Lehrer der Gesamtschule Waltrop gemeinsam in das weit entfernte Tansania oder wir empfangen unsere Freunde aus Rubale in Waltrop. Beide Seiten profitieren von diesen Begegnungen, weil sie sich darauf einlassen, völlig andere Lebensentwürfe kennen zu lernen und zu akzeptieren. Doch der größte Gewinn ist es, die vielen Gemeinsamkeiten zu entdecken, die Jugendliche beider Kulturkreise haben. Dank der Möglichkeiten des Internets gestaltet sich der Austausch inzwischen immer intensiver.

Der Partnerschaftsgedanke wird an unserer Schule lebendig gestaltet

  • Im 6. Schuljahr wird rund um das Thema „Rubale“ eine Projektwoche durchgeführt.
  • Der 7./8. Jahrgang hat einen Pausenraum, das „Forum Rubale“, nach tansanischen Motiven gestaltet.
  • Jedes zweite Schuljahr arbeiten Schüler aller Jahrgänge an einem Tag außerhalb der Schule und spenden ihren Verdienst für das Tansania-Projekt.
  • Schüler der Mittel- und Oberstufe engagieren sich mit eigenen Aktionen für den Fortbestand der Partnerschaft, insbesondere in der SV.

Begegnungen

Zur Begrüßung in Rubale kommt ein fünfjähriges Mädchen mit einem Blumenstrauß auf mich zu, stoppt einige Meter vor mir, dreht sich um zur Mutter und ruft überrascht aus:

„Mama, mzungu!“  – Das ist ja eine Weiße! Einige Tage später bemerkt eine tansanische Schülerin: „You are my mzungu-friend!“ Ich antworte: „And you are my black-friend!“

Einsichten

Nach der letzten Reise nach Tansania (2015) berichtet eine Schülerin:

„Bildung und Schule werden anders wertgeschätzt als in Deutschland. „Vieles, was für uns selbstverständlich ist, ist nicht selbstverständlich. Unsere Medien zeigen ein anderes Bild von Afrika als wir vor Ort erfahren konnten. Es ist gerade der freundliche und offene Umgang mit uns. Als zunächst Fremde konnte ich mich uneingeschränkt wohlfühlen. Wie selbstverständlich wurde uns in allen möglichen Situationen geholfen.“