Inklusion

Alle Menschen sind verschieden. Das ist auch gut so! Alle Schüler unserer Schule haben unterschiedliche Begabungen, Fähigkeiten und Kenntnisse. Das ist noch besser! So können alle voneinander lernen und sich in der persönlichen Entwicklung unterstützen. Jeder von uns braucht ein anderes Gegenüber für die Entwicklung seiner eigenen Persönlichkeit.

„Um ein Kind zu erziehen, braucht man ein ganzes Dorf.“ Afrikanisches Sprichwort

Was bedeutet das für die Gesamtschule Waltrop?

Unser Konzept des menschlichen Zusammenlebens heißt INKLUSION!

Schüler mit einem sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich der Sprache, bei Lern- und Entwicklungsstörungen werden gemeinsam mit Schülern ohne sonderpädagogischen Förderbedarf in einer Klassengemeinschaft der Gesamtschule Waltrop unterrichtet werden. Dabei werden die fachlichen Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen nach ihrem jeweiligen Leistungsvermögen bestmöglich gefördert. Allen Schülern der Klasse und des Jahrgangs wird im Erleben der Andersartigkeit eine besondere Möglichkeit zur Entwicklung sozialer Kompetenzen eröffnet.

Die integrativen Lerngruppen der Gesamtschule bieten bis zu sechs Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf pro Jahrgang die Möglichkeit, am integrativen Unterricht der Regelschule teilnehmen. Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf können am Regelunterricht teilnehmen und dabei von dem hochdifferenzierten Lehr-/Lernsystem mit einem umfangreichen Fächerkanon profitieren. Die Fachlehrer bringen für ihre jeweiligen Gebiete eine hohe Sachkompetenz mit. Dadurch wird den Kindern und Jugendlichen eine wesentliche Grundlage zur Teilhabe an der modernen Wissensgesellschaft geboten. Sie besuchen eine wohnortnahe Schule und sind eher in der Lage, soziale Kontakte auch außerhalb der Schule zu pflegen. Ein Großteil ihrer Klassenkameraden wohnt in der Nähe. Sie lernen sich in das Sozialgefüge der Klasse mit seinen Ritualen und Arbeitsrhythmen einzufügen. Auch der Ganztagsbetrieb stellt sich ihnen als Herausforderung dar. Sie finden unterschiedliche Rollenvorbilder vor, sowohl im sozialen- wie auch im Lernverhalten. Durch die Tatsache, dass in den meisten Unterrichtsstunden eine sonderpädagogische Fachkraft eingesetzt ist, besteht die Möglichkeit, ganz individuell auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf einzugehen. Je nach ihrem Förderbedarf werden diese Kinder zusätzlich in einer äußeren Differenzierung in Kleingruppen oder Einzelunterricht in solchen Bereichen gefördert, die der Unterricht ihrer Klasse so nicht abdecken kann. In einer integrativen Lerngruppe entwickelt sich ein anderer Umgang mit individuellen Stärken und Schwächen, was zu einem außergewöhnlichen sozialen Zusammenhalt führen kann.

Alle Schüler können dabei eine Reihe von sozialen Kompetenzen intensivieren:

  • Verständnis entwickeln
  • Rücksichtnahme üben
  • Probleme erkennen
  • besondere Verantwortung entwickeln

Besondere Rahmenbedingungen

Alle Jahrgangshäuser mit ihrer Größe von jeweils 360 Schülern bieten die passende Umgebung für die Integrationsklassen. Im Jahrgangshaus 1 haben die Jahrgangsstufe 5 und die Jahrgangsstufe 6 jeweils eine Etage für sich; es befinden sich ein Musikraum, ein PC-Raum, eine Mensa, eine Turnhalle und ein großer Schulhof auf dem Gelände. Ähnlich günstig sind die Bedingungen sowohl im Jahrgangshaus 2 für die Jahrgangsstufen 7 und 8 als auch im Jahrgangshaus 3 für die Jahrgangsstufen 9 und 10.

Die integrative Lerngruppe verfügt jeweils über einen Klassenraum, der mit einem Differenzierungsraum verbunden ist. Der Differenzierungsraum ist durch Glasscheiben vom Klassenraum her einsehbar und durch zusätzliche Türen zugänglich. Im Differenzierungsraum befinden sich eine Tafel sowie Schränke und Regale zur Aufbewahrung der benötigten Differenzierungsmaterialien (individuelle Lehr- und Lernmittel). Entsprechend dem spezifischen Förderbedarf werden Differenzierungsmaterialien im Rahmen des Etats des Schulträgers jährlich ergänzt. Die materielle und personelle Ausstattung der Schule ist zur Förderung des sonderpädagogischen Förderbedarfes bei Lern und Entwicklungsstörungen in den Schwerpunkten Lernen und Sprache prinzipiell geeignet. Einer Erweiterung der Förderschwerpunkte stehen die baulichen, sächlichen und personellen Gegebenheiten zur Zeit entgegen.

Kurz zusammen gefasst lautet unser Auftrag auf dem Weg zur Inklusion

  • Wir nutzen die Vielfalt aller als Chance.
  • Wir kümmern uns darum, dass jeder Einzelne seine Möglichkeiten voll entfaltet.
  • Wir ermöglichen ein Spektrum profilierter Schullaufbahnen bis zum Abitur.
  • Wir praktizieren individualisiertes Lernen im Unterricht.
  • Wir befähigen unsere Schüler, ihre Stärken und Schwächen zu erkennen und Angebote zur eigenen Weiterentwicklung zu nutzen.
  • Unsere Schule ist ein Ort der Werterziehung.
  • Wir stärken unsere Schüler in ihrer gesamten Persönlichkeitsentwicklung.
  • Die Bildung steht im Zentrum unserer schulischen Arbeit.