Das Modell für eine Automatische ReifenReinigungsAnlage, kurz ARRA ist fertig und wurde offiziell vorgestellt.

Was da die Schüler der MINT – Klasse der Gesamtschule mit der Firma Fahrzeugbau Langendorf ins Rollen bringen, lockte am letzte n Freitag hohen Besuch in die Schiffshebewerkstadt. Hans Georg Tonkel, seines Zeichens Vizepräsident des Europäischen Erfinderverbandes  und Vorstandsmitglied im Deutschen Efinderverband hatte von der „ARRA“ gehört, war begeistert ins Auto gestiegen und nach Waltrop geeilt. Er hatte sich bereits auf der Schulhomepage umfassend informiert und lobte die Kreativität und Innovation des Erfinderteams. Diese Einschätzung verknüpfte er mit der Aufforderung, sich nicht nur bei „Jugend forscht“, sondern auch mit seinem Erfindernetzwerk für den Junior Award der Internationalen Erfindermesse in Nürnberg zu bewerben.

Was hat es aber mit dieser Erfindung auf sich? In Anwesenheit von Schulleiterin Ulrike Waterkamp, MINT Koordinator Ahmet Akbulut, Marketingleiter Robert Otto und Erfinderpräsident Torkel stellten die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse die Idee und das ARRA-Modell vor.

Es begann vor 4 Jahren mit der Idee einer Patenklasse, die von Klasse 5 bis 10 mit dem Fahrzeugbauer kooperiert und so die Arbeits- mit der Schulwelt verbindet. Bei einem Besuch auf dem Firmengelände und dem Austausch über die Technik und deren Probleme entstand die Idee etwas gemeinsam zu entwickeln. Sophie Spee konnte sich noch an die Probleme mit der Asphalttemperatur innerhalb der Muldenkipper erinnern und dem Ärgernis mit den verschmutzten Straßen, welche immer wieder für Gefahren sorgen. Warum wäscht man die Reifen nicht einfach, bevor die Fahrzeuge die Baustelle verlassen? Robert Otto wusste zu berichten, dass Großbaustellen dafür fertige Anlagen vorhalten. Bei kleineren Baustellen ist dies aber zu aufwändig. Und so entstand die Idee. Die Waschanlage muss einfach in den Auflieger integriert werden und mit Wasser und Bürsten werden die Reifen gereinigt.

Einfach gedacht, doch wie setzt man diese Idee um und wird das dann auch von den Kunden gekauft? Den ersten Teil dieser Frage haben in den letzten zwei Jahren die Gesamtschüler gemeinsam mit Technikern und Ingenieuren der Firma Langendorf gelöst. Eine Hochdruckpumpe arbeitet in einem geschlossenen System mit Wasser und Bürsten innerhalb des Kotflügels und reinigt ein Rad. Das Modell dazu ist fertig und funktioniert. Nun beginnt Phase 2. Die Umsetzung des Modells mit Originalteilen in einem offenen System mit Wassertank, gefolgt von einer Machbarkeitsstudie und dem Bau eines Prototyps. Diese Schritte gehen aber über die reine Erfindertätigkeit hinaus und erfordern noch etwas Zeit. Gut, dass es aber diese Patenschaft gibt und es noch zwei Jahre bis zur 10. Klasse sind. Ahmet Akbulut und Robert Otto sind sich aber darüber einig, dass auch diese zweite Phase gemeinsam gemeistert wird. Vielleicht wird dann auch der eine oder andere Junior-Erfinder seine Ausbildung in Waltrop an der Bahnhofstraße absolvieren und die „ARRA“ an den Kippern „Made in Waltrop“ ganz selbstverständlich montieren. Heute freuen sich aber erst einmal alle über das fertige Modell und die Chance, für ihre Weltneuheit einen Junior – Erfinderpreis nach Waltrop zu holen. Der Besuch des „Erfinderpräsidenten“ begeisterte und machte Mut, den Weg weiter zu gehen