Auf Einladung der Hertie Stiftung informierten sich 20 Lehrerinnen und Lehrer aus vielen Teilen der Republik über das Erfolgsmodell unserer Schule

Am 17. und 18. April 2018 gab unsere Schule im Rahmen der Fortbildungsreihe erstplatzierter Sieger-Schulen des Wettbewerbs „Starke Schule“ einen konkreten Einblicke in die Schulpraxis. 20 Lehrerinnen und Lehrer aus allen Teilen der Republik waren für anderthalb Tage eingeladen, vor Ort zu erleben, wie z.B. individuelle Förderung gestaltet wird, wie Berufsorientierung mit Kooperationspartnern erfolgreich umgesetzt wird oder die Zusammenarbeit im Kollegium, mit den Eltern und Schülerinnen und Schülern gelebt wird. So sammelten die Lehrkräfte viele neue Ideen für ihre eigene Arbeit und knüpften Kontakte zu anderen Schulen.

Während der Fortbildung konnten die Teilnehmenden einen vertieften Einblick in das Gesamtkonzept der Studien- und Berufsorientierung an der Gesamtschule Waltrop gewinnen. „Wir legen großen Wert darauf, dass das schulische Lernen für unsere Schüler einen deutlichen Bezug zu ihrer gegenwärtigen und zukünftigen Lebenswelt hat. Die Studien- und Berufsorientierung gestalten wir als einen Entwicklungsprozess mit einem ausgewiesenen „Roten Faden“ ab dem 5. Schuljahr. Eine eigens gegründete Institution, die schulbezogene „Waltrop Akademie für Bildung und Beruf e.V.“ koordiniert und steuert diesen komplexen Prozess, so Schulleiterin Ulrike Waterkamp zur Eröffnung der Fortbildung. Der berufsorientierende Projekt-Unterricht (BoPU) des 9./10. Jahrgangs stellt dabei das „Herzstück“ der beruflichen Orientierung im engeren Sinne dar. Er wird ergänzt durch mehrere kreative Schülerfirmen, wie z.B. „SNOW“ oder „el camaleon“.

Die Fortbildung vermittelte aber auch Informationen zur Schulgeschichte und zum Schulprogramm, um deutlich zu machen, auf welchen Wegen (und auch gegen welche Widerstände) wir unsere besondere Form von Übergangsmanagement entwickelt haben. Bei einer Führung lernten die Teilnehmenden die Schule außerdem unter verschiedenen thematischen Aspekten kennen: Kunst, Schule und Beruf – MINT-freundliche Schule – Berufsorientierender Projekt-Unterricht – Gute Gesunde Schule.

Ergänzt wurde die Fortbildungen durch Workshops: Kein Abschluss ohne Anschluss – Sprachförderung in allen Fächern – Soziales Lernen und Verantwortung. Anschließende Hospitationen in Unterrichten und Projekten vermittelten ein differenziertes Bild der praktischen Umsetzung in der schulischen Realität.

Am späten Nachmittag des zweiten Tages gab es in der obligatorischen Feedbackrunde ein einhelliges Urteil der Teilnehmenden. Sie hatten eine Schule erlebt, die durch ungewöhnlich hohes Engagement aller Aktiven und intelligente Ideen und Strukturen eine ausgesprochen Starke Schule ist. Mit einer Menge Anregungen und Ideen in Kopf und Koffer ging es dann auf die Heimreise, ob nach Hamburg, Potsdam, ins Saarland oder in den tiefen Süden Deutschlands. Gute Heimreise!